Vereinsleben




Unser Dickschiff hat einen Namen!

Endlich ist es soweit: Am Samstag, den 23. August 2008 haben wir die Neptun 22 feierlich auf den Namen „Joyero“ getauft.

Die Taufe fand im Rahmen des Steinhuder Meerfestes statt, direkt nach der Vereinsregatta-Siegerehrung. Cara Willmann taufte das Schiff in einem gehörigen Sektregen, bevor allgemein auf die „Joyero“ angestoßen wurde. Wieviele Mitglieder dabei auf dem Steg standen, ist nicht überliefert; nur so viel ist sicher: Der Schwimmsteg wäre fast abgesoffen.

„Joyero“ spricht sich mit einem kräftigen Kratzen im Hals („Chojero“). Christian Meyer hat den spanischen Namen, der „Schatzkästlein“ bedeutet, letztes Jahr auf seiner Wanderung auf dem Jakobsweg aufgeschnappt und damit offenbar den Geschmack der HSH-lerInnen getroffen. Da der Hl. Jakob unter anderem Schutzpatron der Schiffbrüchigen ist, findet sich im Namensschriftzug sicherheitshalber eine Jakobsmuschel: Man weiß ja nie...

Der Taufe ist ein langer Prozeß der Namensfindung vorausgegangen: 21 Mitglieder schlugen 66 Namen vor, von denen der Schifferrat 22 streichen mußte (Doppeltnennungen, schon vergebene bzw. politisch oder religiös „anstößige“ Namen) – blieben 44 Namen, aus denen Ihr wählen konntet. Die Vorschläge waren unterschiedlichst inspiriert: Durch die Form des Schiffs (Joby Dick), die innige Zuneigung des Nutzers (Jo, mein Schatz) oder auch verwendungsorientiert (Joffee und Kuchen) bis hin zu rein onomatopoetischen Schöpfungen (Jolahola). Als Ideenspender fungierte ferner das aktuelle Politgeschehen (Jopsilanti).

An der Abstimmung haben sich 29 Mitglieder beteiligt. Es durften bis zu fünf Namen gewählt werden. Deutlicher Sieger wurde „Joyero“ mit 14 Stimmen, mit Abstand gefolgt von Joby Dick (10 Nennungen), Jolina (8), Jockel (6), Joshua und Jo Dick (je 5). 26 Namen erhielten vier oder weniger Stimmen.

Vereinsmeierei ...
... ist beim Hochschul-Segelverein kein Thema. Routinemäßige wöchentliche Vereinsabende oder dergleichen gibt es nicht. Meist verabredet man sich zu zweit oder dritt für ein Boot und segelt los - und wenn sich mehrere Besatzungen am Steg treffen, kommt es gelegentlich zu spontanen Grillabenden.

Doch an einigen Terminen kommt am Steg so richtig Vereinsleben auf.

Es geht los mit dem Trailern, wenn Anfang April die Boote aus dem Winterlager geholt und aufgebaut werden. Das bedeutet zwar Arbeit, bietet dafür aber die Gelegenheit, unsere Boote besser kennenzulernen; man trifft sich nach der Winterpause wieder, und es gibt Spaß und Verpflegung.

Im Mai folgt das "Ansegeln" als offizieller Saisonstart (die ganz Harten gehen auch schon vorher aufs Wasser). Ein- bis zweimal im Jahr findet "interne Fortbildung" statt, z.B. ein Trapezkurs von Mitgliedern für Mitglieder.

Mittsommarnattsegla
Während die Schweden Midsommarnatt feiern, haben auch wir einen stimmungsvollen Abend. Zwar gibt es am 21. Juni am Steinhuder Meer keine Mitternachtssonne zu bewundern, aber trotzdem lohnt es sich, am längsten Tag des Jahres nach Feierabend einen ausgiebigen Törn zu schlagen.
Gelobt seien die Verfasser der Steinhuder-Meer-Verordnung, die das Befahren bis eine Stunde nach Sonnenuntergang erlaubt haben!

Festliches Wochenende / Steinhuder Meer in Flammen
Im August findet eine Woche lang rings um den See das Festliches Wochenende / Steinhuder Meer in Flammen statt. In Steinhude und Mardorf locken viele künstlerische, sportliche und kulinarische Attraktionen für jung und alt. Den Höhepunkt des Festes bildet der Samstag mit dem Feuerwerk.

An diesem Tag ist auch beim HSH der Bär los. Schon am Morgen treffen wir uns, und wenn genug Sportskanonen zusammenkommen, wird eine Regatta mit den Vereinsbooten ausgetragen. Ruhigere Gemüter und Familien gehen dem Spaß- und Badesegeln nach. Die Aktivitäten beschränken sich jedoch nicht auf den Wassersport: Am Vereinsheim herrscht reges Treiben, je nach Alter und Veranlagung wird miteinander gespielt, geklönt, es wird gegrillt und Akrobatik betrieben.

Bei Sonnenuntergang geht es dann erneut aufs Wasser: An diesem Abend ist ausnahmsweise das nächtliche Befahren erlaubt, so daß man sich das Feuerwerk vom Wasser aus ansehen kann. Von allen Ufern kommen Segelboote und ankern vor Steinhude. Nachts auf einer Jolle zu sitzen und über das Wasser die Lichteffekte, die Reflexionen und die Klänge der Musik zu bestaunen, ist ein eindrucksvolles Erlebnis! Die Rückfahrt in der Dunkelheit zwischen den anderen Booten hat gerade für Kinder den Hauch von Abenteuer.

Außenaktivitäten
Lust auf Tapetenwechsel? Mittlerweile haben sich die sommerlichen Vereinsausflüge des HSH etabliert:

  • 2003 war der HSH für ein Wochenende auf einem Campingplatz an der Müritz
  • 2004 waren wir mit Folkebooten rund um Rügen unterwegs
  • 2005 haben wir uns für ein verlängertes Wochenende ein paar Katamarane in Sehlendorf/Ostsee gemietet (Rekord: Es waren rund 30 Mitglieder, Verwandte und Freunde dabei - wenn auch nicht alle aufs Wasser gegangen sind)
  • Für 2006 ist wegen des großen Erfolges eine Neuauflage der Katamaranfreizeit in der Hohwachter Bucht geplant (siehe Termine).

Auch enthusiastischen Jollenseglern steht gelegentlich der Sinn nach Abwechslung. Da der Verein nur ein Stegnutzer unter vielen ist, trifft man auf die Besitzer verschiedenster Bootstypen. Auch einige HSH-Mitglieder haben eigene Boote dort liegen, vom Kimmkieler bis zum Kat. Wer nicht gerade kontaktscheu ist, erfährt viel über verschiedene Typen und kann bisweilen auch mal mitfahren. Sie suchen Mitsegler für Ihren Hochseetörn? Die Chancen sind gut, dass Sie sie unter den HSH-SeglerInnen finden.

Im Winter
Nach dem Herbsttrailern liegen die Boote wieder im Winterlager und warten auf Pflege und Reparaturen. An 2-3 Arbeitsterminen werden diese Aufgaben bewältigt. Hierbei und beim Trailern werden ein Großteil der Arbeitsstunden erbracht, die bei der Bootsnutzung fällig werden.

Anfang Januar treffen wir uns zum Neujahrsessen in einem Restaurant, wo Anekdoten und Seemannsgarn die segelfreie Zeit bis zur kommenden Saison zu überbrücken helfen. Vielleicht wird auch schon der nächste gemeinsame Törn geplant...?

Mitglied werdenLinksImpressum